Exigen Services CEO Alec Miloslavsky verrät, worauf
Unternehmen bei der Zusammenarbeit mit Outsourcing-Partnern achten sollten
San
Francisco/Frankfurt, 28. April 2009 – Die Zusammenarbeit mit Dienstleistern
bei komplexen IT-Projekten, stellt immer wieder eine besondere Herausforderung
für Unternehmen dar. Auch wenn externe Berater und Partner unverzichtbar für
viele Projekte sind, wenn die Zusammenarbeit nicht funktioniert, erhöht sich
damit automatisch das Projektrisiko. Alec Miloslavsky, CEO von Exigen Services, einem
Outsourcing-Dienstleister mit Spezialgebiet Agile Development für Applikationen,
kennt die Gründe, aus denen herkömmliche Geschäftsbeziehungen mit Systemintegratoren
häufig zu einer unüberwindbaren Kluft zwischen den Zielen des Kunden und den
Interessen des Beratungspartners führen können.
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“Bei Beratungshäusern, die mit
traditionellen Projektmodellen arbeiten, beruht das Outsourcing-Modell
ausschließlich auf dem Faktor der günstigeren Arbeitskräfte. Die Gewinne leiten
sich dabei vor allem aus den Unterschieden in den Lohnkosten ab. In Folge
dessen, vernachlässigen Outsourcing-Partner häufig wichtige Faktoren der Projektleistungen
und -ergebnisse und erhöhen damit die Risiken der Kunden“, so Alec Miloslavsky.
Projekte zur Entwicklung von Applikationen bergen
generell drei Arten von Risiken:
- Finanzielle Risiken – wenn
die Projektkosten den veranschlagten Rahmen übersteigen
- Time-to-Market
Risiken – wenn der Zeitrahmen für den Projektabschluss überzogen wird
- Delivery Risiken– wenn
die Projektresultate nicht die geplante Zielsetzung erfüllen
Eine ausschließliche Konzentration
auf günstige Lohnkosten trägt zu jedem dieser Risken bei, vor allem, wenn es
keine klar geregelten Steuerungsmechanismen zur Kontrolle der Ergebnisse gibt.
Alec Miloslavsky hat fünf Tipps,
die Unternehmen dabei helfen, eine optimale Basis für die Beziehung zu ihren
Dienstleistungspartnern zu schaffen und Risiken zu verringern:
1. Outsourcing sollte echter
Nutzen ermöglichen. Ziel der Investition in ein
Outsourcing-Projekt sollte es sein, ein spezifisches Geschäftsziel zu erreichen
– und nicht nur einfach günstigere Arbeitskräfte einzusetzen. Risiken und
Ausführung des Projekts sollten eine geteilte Verantwortung zwischen Kunden und
Outsourcing-Partner sein. Wenn diese Partnerschaft entsprechend strukturiert ist,
reduzieren sich die Risiken automatisch- und damit auch die Projektkosten.
2. Die Methodik muss stimmen. Unternehmen sollten darauf
bestehen, dass eine spezifische Methodik für die Outsourcing-Leistungen und die
Projektausführung eindeutig Bestandteil der Vertragsvereinbarung mit dem
Dienstleister ist. Die Projektsteuerung (Governance) sollte Verantwortung des Dienstleisters
sein. Der Vertrag sollte sicherstellen, dass Methodologie und Governance die
Risiken der Projektdurchführung berücksichtigen – dazu gehören auch die
speziellen Risken bei Projekten mit international verteilten Entwicklungsteams
(Distributed Development).
3. Erfolg ist eine beidseitige
Verantwortung. Der Projekterfolg ist abhängig von der
Zeitinvestition und dem Einsatz aller Beteiligten – von den Ingenieuren, über
die IT, bis hin zum Input der Anwender. Ein absoluter Schlüsselfaktor ist dabei
ein regelmäßiges, zeitnahes Feedback aller Beteiligten – besonders von der Fachseite.
Wenn möglich sollten die Kriterien zur Entscheidungsfindung vorab festgelegt
werden, damit das Team möglichst effektiv daran arbeiten kann, die Ziele für
die Geschäftsseite zu erfüllen.
4. Dinge ändern sich im
Projektverlauf. Änderungen sind bei jedem Projekt unvermeidbar. Daher
sollte sichergestellt sein, dass Vorgangsmodell und Projekt Management-Methodik
flexibel genug sind, auf Geschäftsveränderungen zu reagieren und dass die
Freigabeberechtigungen für Änderungen im Projekt in den richtigen Händen
liegen. Um die bestmöglichen Resultate zu erzielen, sollten die Prioritäten im
Verlauf des Projekts regelmäßig überprüft und bestätigt oder angepasst werden.
Dies sollte ein fester Bestandteil der bei der Projektdurchführung angewandten
Methodik sein. Am besten geeignet sind hierbei Agile Methoden.
5. Partnerschaft auf allen Ebenen. Bei
Outsourcing-Projekten muss sich der Kunde auf Personal verlassen, das für ein
anderes Unternehmen arbeitet. Ein Wechsel in der Besetzung des Projektteams,
birgt daher immer auch ein Risiko, geistiges Eigentum oder die Kontrolle über
das Projekt zu verlieren. Der beste Weg dieses Risiko zu minimieren, ist ein
Outsourcing-Modell, das den Kunden und seinen Dienstleister auf allen Ebenen –
von der Zielsetzung für das gesamte Projekt, bis hin zur Personalebene – in
einer echten Partnerschaft zusammenschließt. Kunden sollten darauf achten, dass
die Personalstrategie und eventuelle Kompensationen ihres Dienstleisters die
Projektziele berücksichtigen.
„Die
Erfahrung zeigt, dass die Beziehung zwischen Dienstleister und Kunde ein
Schlüsselfaktor für erfolgreiche Projektresultate ist“, resümiert
Alec Miloslavsky. „Die Beziehung sollte keine Einbahnstraße sein. Vielmehr
sollten Ziele, Verantwortlichkeiten und finanzielle Anreize auf beiden Seiten –
beim Kunden sowie beim Dienstleister – gerecht verteilt sein. Wenn diese
Kriterien nur auf einer Seite liegen, ergibt sich eine gestörte Balance des
Arbeitsverhältnisses, was häufig negative Auswirkungen auf den Projektverlauf
hat.“
Siehe auch: http://www.computerwoche.de/knowledge_center/it_services/1894478/
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